Geld Angelegenheiten in Europa

Geschrieben von Peter Reis am 16. April 2012

Europa besteht aus den Kernländern (Deutschland, Finnland, Frankreich, Belgien, Österreich, Niederlande) mit der besseren Bonität und den Randstaaten, auch Peripherieländer genannt. Größte Beachtung erhalten die so genannten Wackelkandidaten, dazu gehören Portugal, Spanien und Italien. Es wäre maßlos übertrieben diese Länder mit Griechenland zu vergleichen und trotzdem geht ein gewisses Risiko von diesen Regionen aus. Aus der Gesamtschuldenbetrachtung weltweit stellt man fest, dass es nur noch wenige Länder gibt die nicht hoch verschuldet sind, der Markt bestimmt jedoch, welches Land als nächstes Opfer herhalten muss. Die Kapitalgeber haben es in der Hand. Es geht vorrangig immer ums Geld verdienen, Risiken will man dabei vermeiden. Wo auch immer sie ihr Geld abziehen, geraten die Länder in Finanzierungsnot, ob dies gerechtfertigt oder immer begründet ist, spielt erst einmal keine Rolle.

Wie ist die aktuelle Verfassung der Niederlande

Ein Viertel der niederländischen Exporte gehen nach Deutschland, das bedeutet, das die niederländische Wirtschaft sehr stark von der deutschen Wirtschaft abhängig ist. Die Niederlande weist eine sehr geringe Arbeitslosenquote von ca. 4,4% auf. Bei den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren sind es in etwa 8,4%. Aufgrund der Wachstumsschwierigkeiten Im Jahr 2011, wird die Gesamtarbeitslosenquote im Jahr 2012 auf ca. 5 % ansteigen. Das Land ist nach den aktuellen Zahlen solide aufgestellt und gehört auch weiterhin zu den Kernländern der Eurozone.

Aktuelle Fakten zu Portugal

Portugal zählt zu den Randstaaten der Eurozone. Das Land muss die Defizite senken und muss insgesamt wettbewerbsfähiger werden. Die bereits eingeleiteten Reformen drücken die Neuverschuldung aber auch das Bruttoinlandsprodukt. Durch die insgesamt geschwächte Konjunktur in Europa gegen Ende 2011 konnte das Land die Defizitvorgaben von 4,5% des Bruttoinlandsproduktes nicht erfüllen. Für 2013 muss das Land ca. 10 Mrd. refinanzieren und ist voraussichtlich auf weitere Unterstützungen angewiesen. In der aktuellen Verfassung wird es schwierig sein, genügend Geld zu akzeptablen Zinsen am Kapitalmarkt einzubringen.

Spanien wird zum Sorgenkind

Das Defizit in Spanien kletterte zum Jahresbeginn um satte 7 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Defizitziel liegt bei 5,3%. Um dies zu erreichen müssen weitere Einschnitte erfolgen. Es wird interessant sein, welche weiteren Maßnahmen die spanische Regierung in den kommenden Monaten ergreifen wird. Das größte Problem Spaniens ist die Arbeitslosenquote von ca. 23%. Man bedenke, dass die Quote im Jahr 2007 noch bei ca. 8% angesiedelt war. Bei den Jugendlichen liegt sie heute sogar bei etwa 46%.

Foto: Herbert Walter Krick / pixelio.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Tags: , ,

Autor: Peter Reis
Kurzvorstellung:

Diesen Artikel kommentieren

  • CCiUSA