Homepage-Baukasten oder Webdesigner?

Geschrieben von Kathrin Wunderlich am 29. Januar 2012

Noch vor nicht allzu langer Zeit musste man für eine Webseite sehr tief in die Tasche greifen. Eine Internetseite musste von einem Profi programmiert werden, dann musste ein Text geschrieben, die Bilder eingesetzt und das ganze auf einen Server hochgeladen werden. All diese Vorgänge waren so kompliziert, dass Menschen, die sich nicht zwangsläufig mit IT beschäftigten, nicht in der Lage waren, eine Internetseite zu erstellen. Später gab es dann WYSIWYG-Editoren, die einem die meiste Arbeit abnehmen sollten, doch wie man es auch drehte und wendete: Die Editoren, mit denen auch Laien halbwegs zurecht kamen, sahen immer ein wenig billig aus. Es gab keine großen Gestaltungsmöglichkeiten, und die vorgefertigten Designs (“Templates”) waren mehr als nur dürftig.

Vorteile eines Homepage-Baukastens

All das gehört nun der Vergangenheit an. Mit den neuen Homepage-Baukästen ist es spielend einfach, seine eigene Internetseite online zu bringen. Neue Designvorlagen ermöglichen größten Handlungsspielraum. Ob man nun eine Internetseite für ein kleines Unternehmen braucht oder sich selbst privat im Netz darstellen möchte, alles überhaupt kein Problem. Mittlerweile bieten die Internetprovider Serverplatz für die eigene Internetseite standardmäßig an. Das passende Baukastensystem für die Homepage gibt es für wenig Geld dazu.

Ein bisschen Arbeit muss man sich aber dennoch machen. Nicht nur dass man sein Design aussuchen muss (was man natürlich jederzeit auch ändern kann), man sollte sich ein bisschen kundig machen über die gewünschte Struktur der Internetseite. Auch sollte man im Vorfeld Bilder (auf internetfähige Auflösung achten!) und Texte, die man auf der Homepage verwenden möchte, aussuchen. Als Indikator für Bedienerfreundlichkeit kann ganz einfach das eigene Auge und vielleicht das eines Freundes herhalten. Wenn man selbst gern auf der Seite surft, sie übersichtlich und klar gegliedert ist, hat man schon viel gewonnen. Und dazu muss man keinen teuren Webdesigner beschäftigen, das kann man ganz allein.

Grenzen der Homepage-Baukästen

Im Punkto Suchmaschinen hat man einige Möglichkeiten bei den Baukästen. Professionelle Suchmaschinenoptimierung kann man damit aber nicht leisten, weil man kaum Einflussmöglichkeiten auf das HTML Gerüst hat. Barrierefreies Webdesign ist mit den Systemen ebenfalls schwer umsetzbar. Grundlegende Funktionen hierzu sind oft nicht vorhanden und das nötige Fachwissen fehlt. Und Bildbearbeitung, wie die webtaugliche Aufbereitung des Logos, nimmt ein solch ein Baukasten auch nicht ab. Wer das benötigt oder nicht genügend Zeit hat sich mit dem Thema zu befassen wird auch im Zeitalter der Homepagebaukästen auf einen Webdesigner zurückgreifen.

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Tags: ,

Google Anzeigen

Autor: Kathrin Wunderlich
Kurzvorstellung:

Diesen Artikel kommentieren