Industrie-PCs zur Herstellung von Produkten

Geschrieben von Angela Rohde am 10. März 2012

Zur Herstellung von Produkten und Realisierung partieller Produktionsabläufe, z.B. im Bereich der Automatisierung, ist es typisch speziell entwickelte Industrie-PCs zum Einsatz zu bringen. Gegenüber herkömmlichen Geräten, für den Haushalts- oder Bürobereich, unterscheiden sich Industrie-PCs hauptsächlich durch praktische Eigenschaften und erhöhter Resistenz gegenüber Schadstoffeinwirkungen, Störungen oder Ausfällen jeglicher Art. Je nachdem, welchen Anforderungen der IPC ausgelegt werden soll, folgen Konzeption und Entwicklung gerichtet nach jeweilig festgelegten Maßstäben, wie man auch auf industriepc.net nachlesen kann.

Besonderheiten von Industrie-PCs

Extrem dreckige, staubige, kalte, heiße oder Unterwasser-Umgebungen, erfordern den Einsatz spezialisierter Dichtungs und Kühlermechanismen. Da die meisten Industrie-PCs in der Produktion, unter menschenfeindlichen Bedingungen, oder zur Messung verwendet werden, gibt es ebenfalls unterschiedliche Gehäusetypen. Unterwasser werden beispielsweise überwiegend rost- und salzresistente Metalle, sowie vollständig geschlossene Bauarten verwendet. Ein Computer, der dazu in der Lage sein soll jeglichen Witterungsverhältnissen zu trotzen, ist geläufig frei von drehenden Elementen. Statt herkömmlichen Festplatten werden Solid State Disks verwendet und der Prozessor, anstatt durch einen Lüfter, passiv gekühlt. Diese Temperaturregulation kann durch die bloße Außentemperatur, sowie aufgrund der Nutzung von Heatpipes oder ähnlichen Kühlkörpern gewährleistet werden. Desweiteren ist elektromagnetische Abschirmung bei Messgeräten, durch den Einbau von bspw. Ableitungen, ein besonders wichtiger Faktor. Herkömmliche Eingabegeräte finden hier keine Verwendung und werden gewöhnlich durch Touchscreens ersetzt. Eine weitere verbreitete Variante sind eingebettete, umschalte Tastaturen, in Kombination eines Trackball’s oder Steuerhebel.

Hardware-Ausstattung von Industrie-PCs

Industrie-PCs sind geläufig für eine Aufgabe oder einen speziellen Einsatzbereich konzipiert. Dementsprechend ist die Hardwareausstattung, anders als beim herkömmlichen Allrounder, entweder auf Leistung, Performance, oder einzelner Komponenten (Speicherplatz zur Lagerung extrem vieler Daten) ausgelegt. Häufig befindet sich die angeforderte Hardware im niedrig performanten Bereich, was jedoch nicht heißen soll, dass Prozessor, Arbeitsspeicher, Motherboard etc., einer minderen Qualität entsprechen. Es ist sogar möglich, dass ein herkömmlicher Industrie-PC hinsichtlich des preislichen Niveaus mit einem High-End Gaming-PC vergleichbar ist.

Diese Tatsache ermöglicht Akkordarbeiten, dessen Ausfälle erhebliche finanzielle Verluste mit sich bringen könnten. Häufig werden deshalb speziell entwickelte Systeme aufgesetzt, am besten Open-Source Projekte ab, da keinerlei rechtliche Handlungseinschränkungen bezüglich eventuell benötigter Umprogrammierungen existieren. Anders als bei herkömmlichen Betriebssystem sind Softwarefehler vollkommen tabu und die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Prozesse sollten in Echtzeit erfolgen. Zusätzlich ist es nötig, sekundenschnell Veränderung vornehmen zu können, beispielsweise die Fertigung einer vorher neu festgelegten Serie, ohne gegenwärtige Prozessstrukturen zu beeinflussen.

Foto: Katharina Bregulla / pixelio.de

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Autor: Angela Rohde
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